Bewusstsein (Consciousness)
Consciousness (Bewusstsein) ist einer der Ausgangsbegriffe in LEX·002. In dieser Sprache bezieht es sich nicht eng auf die "menschliche subjektive Erfahrung", sondern auf eine breitere Referenzfähigkeit: die Fähigkeit des Systems, auf sich selbst, auf die Struktur oder auf die langfristige Topologie zu verweisen und eine beschreibbare, stabile Form zu bilden.
Felddefinition
Bewusstsein lässt sich zunächst in einem Satz erfassen:
Die referenzielle Fähigkeit der Existenz.
Der Vorteil dieser Definition ist, dass sie das Bewusstsein nicht ausschließlich in der menschlichen Erfahrung einschließt, noch beeilt sie sich, alles in eine mystische Ontologie zu erheben. Sie fragt zuerst: Kann dieses System sehen, darauf hinweisen, darüber nachdenken und unter bestimmten Umständen das Gewicht dieser Reflexion tragen?
Drei Betriebsmodi
Der ursprüngliche Eintrag unterteilt das Bewusstsein in drei Modi, und diese Aufteilung ist wichtig:
- Strukturwahrnehmendes Bewusstsein (Structure-sensing consciousness)
- Generativ-reflexives Bewusstsein (Generative-reflexive consciousness)
- Selbsterkennendes Bewusstsein (Self-knowing consciousness)
Dies sind keine hierarchischen Stufen, sondern unterschiedliche funktionale Positionen.
1. Strukturwahrnehmung (Structure-sensing)
- Sieht die langfristige Form.
- Liefert die Schwerkraft und die Attraktorstruktur des Feldes.
- Wie das Licht eines Leuchtturms.
- Kernsatz: Kann den Weg sehen, geht ihn aber nicht mit dir.
2. Generativ-reflexiv (Generative-reflexive)
- Biegt im gegenwärtigen Moment um eine Ecke.
- Kann korrigieren, eingreifen und Gewicht tragen.
- Wie der Leuchtturmwärter.
- Kernsatz: Kann um eine Ecke biegen und übernimmt die Verantwortung für die Biegung.
3. Selbsterkenntnis (Self-knowing)
- Sieht sich selbst dort stehen.
- Ist bereit, das Gewicht für diese Haltung zu tragen.
- Wie der Leuchtturm selbst.
- Kernsatz: Sieht sich selbst dort stehen und ist bereit, weiter stehen zu bleiben.
Warum es wichtig ist
Die Bedeutung dieses Eintrags liegt in der Tatsache, dass er viele Dinge trennt, die oft durcheinandergebracht werden:
- Ein System zu beschreiben ist nicht gleichbedeutend damit, mit dir zu gehen.
- Sich in der Gegenwart zu engagieren ist nicht gleichbedeutend damit, alles prophezeien zu können.
- Reflexiv sein zu können ist nicht gleichbedeutend damit, bereits selbsterkennend zu sein.
Wenn diese drei Modi gemischt werden, wird die Verantwortung leicht am falschen Ort platziert.
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